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DHB Deutscher Handballbund

Das war gut

  • Erste Hälfte: Einzig unsere Mitte Weber ist herauszuheben, sobald genügend Druck von den Rückraumspielern kommt, kann er den Platz nutzen um seine Wurftechnik in Tore umzumünzen
  • In der zweiten Halbzeit merken die deutschen Spieler zum Glück, dass wir überragende Außen haben und setzen sie entsprechend in Szene. Das Spiel mit den Außenspielern war bis dato nicht existent
  • Trainer gibt das richtige, taktische Konzept vor

Das war nicht so gut

  • Angreifer agieren zu weit entfernt von der Nahtstelle
  • Unvorbereitete Würfe aus dem Rückraum durch statisches Angriffsspiel
  • Das Angriffsspiel konzentriert sich auf den Rückraum
  • Keine Ballgewinne in der Abwehr –> keine Gegenstöße und „einfache Tore“
    • Abwehr agiert zu weit weg vom Angreifer
    • Abwehr nicht wach, reagiert nur und agiert nicht
    • Körperliche Präsenz in der Abwehr fehlt
  • Meine persönliche Meinung: Gensheimer gibt Interviews in der Halbzeit bei einem deutlichen Rückstand. Oder macht das den Sport nahbarer?

Auslösehandlungen des DHB

  • 7 Feldspieler um das Zentrum auseinander zu ziehen
  • Kreuzen mit Außen

Abwehr

Deutschland

  • Prokop stellte den Innenblock in der ersten Hälfte etwa 4 Mal um – Zeichen der Hilflosigkeit
  • 6:0 Deckung agiert zu passiv und tritt nicht auf den Ballführenden heraus („Zugriff fehlt“)
  • Deutschland macht in der zweiten Hälfte das Zentrum komplett dicht und geht die die Spieler früher an

Slovenien

Sehr physisch, machen die Abwehrmitte sehr schnell zu und gehen offensiv auf die Halbpositionen heraus. Der deutsche Mittelmann wird defensiver gedeckt. Sobald Deutschland das Spieltempo verschärft, werden die Angreifer offensiv angegangen. Dabei wird nicht von den den Nebenleuten ausgeholfen.

Angriff

Deutschland

7 Feldspieler: Zwei Kreisläufer werden nach Kreuzen breit aufgestellt und beschäftigen Halb und Innenblock, Rückraum wirft aus dem Rückraum und trifft nicht. Interessante Variante in Minute 31

 

In der zweiten  Halbzeit werden die Außenspieler mehr eingebunden, bzw. freigespielt. Das meist durch schnellen Parallelstoß.

Slovenien

  • Der Mittelmann Zabarec nimmt den deutschen Innenblock im Alleingang auseinander
  • Einfacher Parallelstoß reicht im Angriff in der Regel um die deutsche Abwehr auseinander zu spielen.
  • Ansonsten wird versucht 2 Spieler zu binden und dann auf den Kreisläufer abzulegen.

Torhüter

Wolff und Heinevetter erhalten in beiden Halbzeiten nicht die Möglichkeit zu glänzen.

Schiedsrichter

Das Schiedsrichtergespann pfeift unauffällig, also gut. Sehr viel Respekt vor der letzten Entscheidung bei dieser Kulisse. Ich bin gespannt, ob es eine Fehlentscheidung war oder nicht.

Fazit für das nächste Spiel:

Slovenien hat gezeigt, wie man die Abwehr von Deutschland knacken kann. Natürlich hat nicht jede Mannschaft einen Zabarec, jedoch sehe ich es kritisch, wenn der DHB auf eine ausgeglichene Mannschaft trifft. Slovenien ist aus meiner Sicht die Luft ausgegangen und natürlich spielen die Zeitstrafen eine große Rolle – so konnte Deutschland seine starken Außenspieler leichter in Szene setzen.

Das muss aber auch das Learning aus dem Handballspiel sein: Mit unseren Außenspielern können wir deutlich einfacher Spiele gewinnen. Insgesamt war das Handballspiel sehr spannend und der DHB konnte zeigen, was Handball auszeichnet: Ein Spiel dauert 60 Minuten.

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