Der Nullschritt ist eine der schönsten, aber auch umstrittensten Regeln beim Handball.

Fängt der Handballspieler den Ball in der Luft, so zählt der erste Bodenkontakt als „Nullkontakt“. Alle weiteren Schritte die dann folgen, entsprechen den normalen Handballregeln.

Die Besonderheit an dem Thema ist, dass der Spieler durch diese Technik insgesamt 4 Bodenkontakte machen kann ( Bodenkontakt 0 , 1, 2, 3). Der aus Meiner Sicht größte Vorteil ergibt sich bei 1gegen1 Situationen: Dem Handballspieler stehen jetzt zur und gegen die Wurfhand 3 weitere Schritte zur Verfügung – die sogar mit einer entsprechenden Hüftbewegung situativ angepasst werden können.

Bei normalen Finten ist der Spieler auf 3 Bodenkontakte beschränkt und somit auch in der Regel auch auf eine einzige Seite (entweder nach rechts: links-rechts-gerade oder rechts-links-gerade).

Eine 1gegen1 Situation ohne Nullschritt ist auf 3 Schritte begrenzt (außer es wird geprellt).

Dem gegenüber steht beim Nullschritt: Körpertäuschung ohne weiteren Bodenkontakt links-rechts-gerade oder Körpertäuschung ohne weiteren Bodenkontakt rechts-links-gerade.

Hier die gleiche Situation mit Nullschritt (0 Schritt) und einer Körpertäuschung im 1gegen1.

Ich stelle den Handballspielern immer beide Formen vor.

Hier ein anschauliches Beispiel aus der Praxis in Videoform.

https://www.youtube.com/watch?v=em9ugyKK2Qw
Du siehst hier einen Nullschritt, sowie drei weitere Schritte. Der 0. Schritt wird nach dem Fangen des Handballs in der Luft gemacht.

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