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Bewegungen lassen sich bein Handball mit der rhythmisierungsfähigkeit gut timen

Rhythmisierungsfähigkeit beim Handball – viel Tam Tam um nichts?

Unter der Rhythmisierungsfähigkeit wird die Fähigkeit „verstanden, einen von außen vorgegebenen Rhythmus zu erfassen und motorisch zu reproduzieren, sowie den in der eigenen Vorstellung existierenden Rhythmus einer Bewegung in der eigenen Aktion zu realisieren“ (Definition nach Gabriel, 1991, 2.Teil, 30).

Deshalb könnte man annehmen, dass es auch beim Handball Abläufe gibt, die sich wiederholen. Überraschender Weise ist das wahr. Schauen wir uns die Bewegungsabläufe von Profi Spielern an stellen wir schnell fest, dass die Bewegungen zu 90% identisch sind. Mit der Einschränkung, dass die Geschwindigkeit der Bewegungen an die Umwelt angepasst sind „dem Rhythmus“.

Wenn Spieler ihre eigenen Bewegungen mit der Umwelt abgleichen und darauf abstimmen können, können beispielsweise Schrittfehler beim Handballspiel unter verschiedenen Drucksituationen vermieden werden. Ebenfalls lassen sich Bewegungen und Täuschungen besser antizipieren, was sich beispielsweise beim Ball rausprellen bemerkbar macht. Die Spieler stimmen ihre Bewegungen daraufhin genau auf den Außen wahrgenommenen Rhythmus ab, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Kurz Definition: Rhythmisierungsfähigkeit lässt Spieler die zeitliche Struktur von Bewegungen erfassen, speichern und umsetzten.

Externe Rhythmus Anpassung kann mit Hilfe von Geräten, unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten und Gegnern erzwungen werden. Viele sportliche Bewegungen werden intern „selbst organisiert“, das heißt für den Bewegungsvollzug hat der Spieler ein Leitmotiv verinnerlicht. Das ist ein zentraler Punkt zur Erlernung und Ausführung eines Bewegungsablaufs. Deshalb ist es wichtig beim Techniktraining zu immer wieder und fortwährend zu wiederholen.

Fazit für das Training

Wenn der Begriff der Rhythmusfähigkeit erst einmal definiert ist, wird auch die Bedeutung klar:

Diese koordinative Fähigkeit ist sehr wichtig um Technik zu erlernen und maßgebend für die Geschwindigkeit des Lernprozesses. Es ist sicherlich auch ein interessanter Punkt Kindern Technik, Schrittfolgen oder Bewegungsabläufe durch einen Rhythmus vorzugeben. Gute Übungen der Rhythmisierungsfähigkeit können beim Handball und anderen Ball-Sportarten Bewegungen sein, die auf einen Takt, Bass oder die Umgebung (zum Beispiel Mitspieler nachahmen) reagieren.

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